Glossar

Altstoffe

Bereits vor dem Inkrafttreten des jeweiligen nationalen Chemikaliengesetzes (in der EU vor dem 18.09.1981) auf den Markt gekommene Stoffe.

BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit Sitz in Dortmund. Unterstützt die Politik in Fragen der sicheren und gesunden Gestaltung der Arbeitswelt, entwickelt Praxishilfen für Unternehmen und deren Beschäftigte, führt eigene Forschungen durch und erbringt Transfer- und Beratungsdienstleistungen für die Öffentlichkeit. Homepage: www.baua.de

Beschränkung

Auflage bzw. Verbot für Herstellung, Verwendung oder Inverkehrbringen von Stoffen.

Beweislastumkehr

Bedeutet im Zusammenhang mit REACH, dass der Inverkehrbringer nach dem Grundsatz der Eigenverantwortung handelt: Er ist für die Sicherheit seiner Chemikalien selbst verantwortlich, beschafft die zur Bewertung notwendigen Daten und macht auf dieser Grundlage Vorgaben zum sicheren Umgang mit den Stoffen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Supply Chain).

Bioakkumulierend

Steht für besonders umweltgefährdende Chemikalien, die sich in Lebewesen anreichern, wodurch Konzentrationen in einem Gewebe erreicht werden, die ggf. toxische Effekte auslösen.

CAS (Chemical Abstracts Service)

Abteilung der American Chemical Society, vergibt die CAS-Nummer.

CAS-Nummer

Internationaler Bezeichnungsstandard für chemische Stoffe. Anhaltspunkt zur Identifizierung und Unterscheidung komplizierter Moleküle. Besteht aus drei Zahlen, die durch zwei Bindestriche getrennt sind. Die erste Zahl kann bis zu sechs Ziffern enthalten, die zweite Zahl zwei Ziffern. Die Nummern sind mit einer Prüfsumme (dritte Zahl) codiert.

CMR (Substances that are carcinogenic, mutagenic or toxic for reproduction)

Krebserregende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende Stoffe

CoRAP

Community Rolling Action Plan ist ein fortlaufender Aktionsplan zur Bewertung von Stoffen Ein erster Vorschlag der zu bewertenden Stoffe wurde im Oktober 2011 veröffentlicht

CSR (Chemical Safety Report)

Siehe „Stoffsicherheitsbericht".

DNEL (Derived No-Effect Level)

Bezeichnet eine Stoffkonzentration, wobei es um deren Wirkung auf den Menschen geht (Werten oberhalb dieser Schwelle sollte er nicht ausgesetzt werden). DNEL-Wert berechnet sich aus dem niedrigsten validen Wirkwert in Kombination mit bestimmten Sicherheitsfaktoren. Wird für orale und dermale Exposition in mg pro Person/Tag und mg pro Körpergewicht und Tag angegeben.

DU (Downstream User)

Nachgeschalteter Anwender. Ist in der EU niedergelassen und verwendet einen Stoff industriell oder gewerblich (unabhängig davon, ob als Firma oder als Einzelperson).

ECB (European Chemicals Bureau)

Europäisches Chemikalienbüro mit Sitz in Italien. Homepage: http:// ecb.jrc.it

ECHA (European Chemicals Agency)

Europäische Chemikalienagentur mit Sitz in Helsinki, die für die technische, wissenschaftliche und administrative Betreuung des REACH-Systems zuständig ist.

ECVAM (European Centre for the Validation of Alternative Methods)

Europäisches Zentrum des Gemeinsamen Forschungszentrums für die Bewertung alternativer Testmethoden (Einrichtung der EU-Kommission).

EINECS-Verzeichnis (European Inventory of Existing Commercial Chemical Substances)

Altstoffverzeichnis der EU (enthält ca. 100.000 Substanzeinträge). Gelistet sind alle Stoffe, die zum Zeitpunkt der Einführung der Ermittlungspflicht für das Gefährdungspotenzial chemischer Stoffe (1981) auf dem Markt waren.

Einfache Gewichtsmehrheit

Für Polymere ein Minimum von 50 Masse-% einer bestimmten Monomer-Einheit.

ELINCS (European List of Notified Chemical Substances)

Enthält Neustoffe, die nach Abschluss der EINECS-Liste (18.09.1981) gemäß Richtlinie 67/548/EWG angemeldet wurden und werden. Wird laufend aktualisiert.

Endokrine Disruptoren

Stoffe, die Veränderungen im Hormonhaushalt bewirken.

Erzeugnis

Gegenstand, der bei der Herstellung eine spezifische Form, Oberfläche oder Gestalt erhält, die in größerem Maße als die chemische Zusammensetzung seine Funktion bestimmt (nach Art. 3 REACH).

Exposition

Bedeutet im Sinne des Arbeits- und Verbraucherschutzes, dass Menschen mit einem Stoff in Kontakt kommen (inhalativ, dermal und / oder oral). Umweltexposition bedeutet, dass Stoffe in die Umweltmedien (Grund- und Oberflächenwasser, Boden, Luft) gelangen und ihnen die dort lebenden Organismen ausgesetzt sind.

Expositionsszenario (ES)

Ausführlich beschrieben in Art. 3 der REACH-Verordnung. Definiert die Zusammenstellung von Bedingungen, mit denen dargestellt wird, wie Stoffe hergestellt / verwendet werden, wie nachgeschaltete Anwender diese handhaben sollten bzw. welche Auswirkungen bei der Exposition für Mensch und Umwelt zu erwarten sind. Können ein spezifisches oder verschiedene Verfahren / Verwendungen abdecken.

Forschung und Entwicklung, produkt- und verfahrensorientierte

Mit der Produktentwicklung oder Weiterentwicklung eines Stoffes zusammenhängende wissenschaftliche Tätigkeit, bei der für neue Anwendungsgebiete Versuche in Pilot- oder Produktionsanlagen durchgeführt werden.

Gemische

Lösungen/Zubereitungen, die aus zwei und mehr Stoffen bestehen.

Glieder der Lieferkette / Wertschöpfungskette (Supply Chain)

Alle Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender, die gewerblich mit einem Stoff oder einer Zubereitung umgehen und damit in ihren gewerblichen Aktivitäten verbunden sind. Geregelt in Art. 3, Nr. 16 der REACH-Verordnung.

GLP (Good Laboratory Practice)

Eine Art Qualitätszertifikat für Laboratorien.

Händler

Natürliche oder juristische Person, (auch Einzelhändler) mit Sitz in der Gemeinschaft, die einen Stoff als solchen oder in einer Zubereitung lediglich lagert und an Dritte in Verkehr bringt. Geregelt in Art. 3, Nr. 13 der REACH-Verordnung.

Hersteller

Natürliche oder juristische Person, die in der Europäischen Gemeinschaft einen Stoff herstellt. Geregelt in Art. 3, Nr. 8 der REACH-Verordnung.

Importeur

Natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Europäischen Gemeinschaft, die für die Einfuhr verantwortlich ist. Geregelt in Art. 3, Nr. 10 der REACH-Verordnung.

Inverkehrbringen

Definiert nach § 3 Nr. 9 Chemikaliengesetz die Abgabe von Stoffen / Produkten an Dritte oder die Bereitstellung für Dritte. Inverkehrbringer sind nach REACH Hersteller bzw. Importeure.

In-Vitro-Testing

Studien auf der Basis von Zellkulturen.

In-Vivo-Testing

Studien auf der Basis von Tierversuchen.

IUCLID (International Uniform Chemical Information Database)

Datenbanksystem, das Daten enthält, die nach der Verordnung (EWG) 793/93 zur Bewertung und Kontrolle der Umweltrisiken chemischer Altstoffe von der europäischen Industrie gesammelt und gemeldet wurden.

IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry)

Bestimmende Institution für verbindliche Empfehlungen zu Nomenklatur, Symbolen, Terminologie, standardisierten Messmethoden etc. im chemischen Bereich.

JRC (Joint Research Centre)

Gemeinsames Forschungszentrum (Einrichtung der EU-Kommission).

KMU (Kleine und mittlere Unternehmen)

Sammelbezeichnung für Unternehmen, die bestimmte Größenmerkmale nicht überschreiten.

Kow (Octanol-Water Partition Coefficient)

Dimensionsloser Verteilungskoeffizient, der das Verhältnis der Konzentrationen einer Chemikalie in einem Zweiphasensystem aus n-Oktanol und Wasser angibt. Modellmaß für die Polarität bzw. Wasser-/Fettlöslichkeit der Chemikalie (je höher der Koeffizient, desto stärker die Tendenz, sich z. B. im Fettgewebe von Organismen anzureichern).

LC50 (Median Lethal Concentration)

Mittlere tödliche Konzentration eines Stoffes.

Lieferant

Hersteller, Importeur, nachgeschalteter Anwender oder Händler, der einen Stoff als solchen oder in einer Zubereitung oder eine Zubereitung in Verkehr bringt. Geregelt in Art. 3, Nr. 31 der REACH-Verordnung.

Monomer

Nach REACH (Art. 3 Nr. 6) ein Stoff, „der unter den Bedingungen der für den jeweiligen Prozess verwendeten relevanten polymerbildenden Reaktion imstande ist, kovalente Bindungen mit einer Sequenz weiterer ähnlicher oder unähnlicher Moleküle einzugehen."

Nachgeschalteter Anwender

Nachgeschalteter Anwender. Ist in der EU niedergelassen und verwendet einen Stoff industriell oder gewerblich (unabhängig davon, ob als Firma oder als Einzelperson).

Neustoff

Nach dem Inkrafttreten des jeweiligen nationalen Chemikaliengesetzes (in der EU nach dem 18.09.1981) auf den Markt gekommene Stoffe.

NOEC (No Observable Effect Concentration)

Bis zu dieser Konzentration eines Stoffes im Versuch kein Effekt festzustellen.

NOEL (No Observable Effect Level )

Messgröße, mit der die Toxizität einer Substanz angegeben wird.

No-Longer-Polymer-Liste

Stoffe, die seit der genaueren Definition des Begriffes Polymer im Chemikalienrecht nicht länger als solche gelten. Werden in eigener Liste geführt und mit einer siebenstelligen Nummer versehen.

Non-Phase-in-Stoffe

Non-Phase-in-Stoffe dürfen in der Europäischen Gemeinschaft nicht vermarktet werden, da sie die Erfordernisse nach REACH nicht erfüllen. Beispielsweise handelt es sich um Non-Phase-in-Stoffe, wenn

  • sie nicht vorregistriert wurden und für sie die Übergangsfrist nach Art. 23 nicht genutzt werden kann oder
  • sie zwar vorregistriert wurden, jedoch nicht vor Ablauf der Übergangsfrist ordnungsgemäß registriert wurden.

Vor dem Inverkehrbringen von Non-Phase-in-Stoffen muss eine Registrierung nach REACH erfolgen.

Opt-Out

Nichtteilnahme am Konsortium. Firmen, die die stoffspezifischen Daten nicht in einem gemeinsamen Dossier vorlegen wollen, können die Opt-Out-Möglichkeit nutzen, wenn sie nachweisen können, dass die Zusammenarbeit mit dem „federführenden Registranten"

  • zu teuer wäre oder
  • Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse offengelegt werden müssten oder
  • wenn sie der Auswahl der Informationen durch den federführenden Registranten nicht zustimmen können.

OSOR (One Substance, One Registration)

Prinzip unter REACH. Setzt zum Ziel, dass jeder Stoff nur eine Registriernummer erhalten und nur einmal registriert werden soll. Unter dem Gesichtspunkt der Kostenreduzierung und um unnötige Tierversuche zu vermeiden, sollen mehrere Hersteller gemeinsam (im Rahmen eines Konsortiums) Informationen zu einem Stoff erstellen können.

PBT (Substances that are potentially persistant, bioaccumulative and toxic)

Stoffe mit persistenten, bioakkumulierenden und toxischen Eigenschaften.

PEC (Predicted Environmental Concentration)

Stoffspezifische Konzentrationen in Wasser, Sediment, Boden und Luft. Werden bei der Abschätzung der Umweltexposition berechnet. Werte sind für die Bewertung des bestimmungsgemäßen Gebrauchs der Chemikalie Grundlage für die Risikoabschätzung von Stoffen.

Persistent

Persistent ist ein Stoff, der in der Umwelt stabil ist oder nur langsam abgebaut werden kann.

Phase-in-Stoffe

(siehe auch REACH-Verordnung, Artikel 3, Nr. 20)
Unter Phase-in-Stoffen versteht man

  • Stoffe, die im EINECS-Verzeichnis gelistet sind,
  • Stoffe, die in der Europäischen Gemeinschaft zwar hergestellt wurden, jedoch in den letzten 15 Jahren nicht in Verkehr gebracht wurden oder
  • No-longer-Polymere.

Im ELINCS gelistete Stoffe gelten bereits als registriert, so dass sie nicht als Phase-in-Stoffe anzusehen sind. Phase-in-Stoffe können während der dafür vorgesehenen Zeitperiode vorregistriert werden und nach der Vorregistrierung können die Übergangsfristen nach Art. 23 genutzt werden.

PNEC (Predicted No-Effect Concentration)

Bezeichnet eine aus ökotoxikologischen Prüfungen abgeleitete, errechnete Stoffkonzentration in einem Umweltmedium. Es handelt sich um die höchste Stoffkonzentration, die keinen Effekt auf die Umwelt hat. Aus dem Vergleich PEC zu PNEC lässt sich die Vorhersage treffen, ob ein Stoff umweltgefährdend sein kann.

Polymer

Chemische Verbindung, die aus Ketten- oder verzweigten Molekülen (Makromolekülen) besteht, die wiederum aus gleichen oder gleichartigen Einheiten (den sogenannten Monomeren) bestehen. In Art. 3 der REACH-Verordnung definiert.

POP (Persistant Organic Pollutants)

Langlebige organische Schadstoffe, die aufgrund ihrer chemischen Eigen schaften sehr stabil sind und in der Umwelt, wenn überhaupt, nur sehr langsam abgebaut bzw. umgewandelt werden.

PPORD (Products and Process Orientated Research and Development)

Produkte für die prozessorientierte Forschung und Entwicklung.

QSAR (Quantitive Structure-Activity Relationship)

Beschreibt die Erstellung einer quantitativen Beziehung zwischen einer pharmakologischen, chemischen, biologischen und physikalischen Wirkung eines Moleküls mit seiner chemischen Struktur.

RIP (REACH Implementation Projects)

Arbeitsgruppen auf europäischer Ebene, die Methoden und Leitfäden für die Umsetzung von REACH vorbereiten.

RMM (Risikomanagementmaßnahmen)

Überwachungs- und Verfahrensmethoden, um Emissionen oder die Exposition von Mensch und Umwelt zu minimieren.

SCOEL

(Scientific Committee for Occupational Exposure Limits) sind die gemeinschaftlichen Arbeitsplatzgrenzwerte und Arbeitsplatz-Richtgrenzwerte, die vom Wissenschaftlichen Komitee für Arbeitsplatzgrenzwerte der EU Kommission nach wissenschaftlicher Auswertung von arbeitsmedizinisch-toxikologischen Daten aufgestellt werden. Ebenso wie gesetzlich festgelegte Grenzwerte als Kriterium für die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen geeignet.

SDB (Sicherheitsdatenblatt)

Sicherheitshinweise für den Umgang mit gefährlichen Substanzen. Müssen vom Inverkehrbringer, Einführer und Hersteller von Gefahrstoffen und Zubereitungen, die diese Gefahrstoffe über bestimmte Mengengrenzen hinaus enthalten, zur Verfügung gestellt werden. Werden gewöhnlich auch für alle chemischen und biologischen Produkte erstellt, um den Abnehmer der Produkte auch über eine etwaige Ungefährlichkeit zu informieren.

SDS (Safety Data Sheet)

Siehe „SDB, Sicherheitsdatenblatt".

Sicherheitsfaktoren

Kommen bei der Ableitung von PNEC- und DNEL-Werten zur Anwendung und dienen dazu, verschiedene Empfindlichkeiten zu berücksichtigen. Basieren auf internationalen Vereinbarungen (nur z. T. auf wissenschaftlichen Kriterien). Höhe ist abhängig von Qualität und Quantität des vorhandenen Datenmaterials.

SIEF (Substance Information Exchange Forum)

Forum zum Austausch von Stoffinformationen, das nach der Vorregistrierung von Altstoffen gegründet wird. Teilnehmer sind Hersteller / Importeure eines identischen Stoffes. Hat zum Ziel, Mehrfachdurchführungen von Tierversuchen zu verhindern.

Standort

Nach REACH (Art. 3 Nr. 16) eine „zusammenhängende Örtlichkeit, in der im Falle mehrerer Hersteller eines oder mehrerer Stoffe bestimmte Teile der Infrastruktur und der Anlagen gemeinsam genutzt werden".

Stoff

Chemisches Element und seine Verbindungen in natürlicher Form oder gewonnen durch ein Herstellungsverfahren, einschließlich der zur Wahrung seiner Stabilität notwendigen Zusatzstoffe und der durch das angewandte Verfahren bedingten Verunreinigungen, aber mit Ausnahme von Lösungsmitteln, die von dem Stoff ohne Beeinträchtigung seiner Stabilität und ohne Änderung seiner Zusammensetzung abgetrennt werden können. So beschrieben in Art. 3 der REACH-Verordnung.

Stoffsicherheitsbericht

Von REACH vorgegeben.. Enthält die Stoffsicherheitsbeurteilung (durchzuführen für alle registrierten Stoffe, die in Mengen von zehn Tonnen pro Jahr und mehr hergestellt oder eingeführt werden).

Stoffsicherheitsbeurteilung

Notwendig für alle Stoffe, die registrierungspflichtig sind. Muss zusammen mit einem Stoffsicherheitsbericht erstellt werden, wenn der Registrierungspflichtige diese Stoffe in Mengen von zehn Tonnen oder mehr pro Jahr herstellt oder einführt. Ist entweder für jeden Stoff als solchen oder in einer Zubereitung oder für eine Stoffgruppe durchzuführen.

TGD (Technical Guidance Document)

Technischer Leitfaden zur Umsetzung von REACH, der aus einem REACH Implementation Project (RIP) hervorgegangen ist.

Toxisch

Toxisch ist ein Stoff dann, wenn er für Lebewesen schädlich ist.

UBA (Umweltbundesamt)

Sitz in Dessau, zentrale Umweltbehörde der Bundesrepublik Deutschland. Gehört zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz und dem Bundesamt für Strahlenschutz zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Homepage: www.umwelt-bundesamt.de

UVCB (Substances of Unknown or Variable Composition, Complex Reaction Products or Biological materials)

Stoffe, deren qualitative und / oder quantitative Zusammensetzung mehr oder weniger unbekannt ist. Werden daher in der Regel nicht nur durch die genaue Zusammensetzung, sondern auch durch zusätzliche Parameter definiert.

VEK (Verwendungs- und Expositionskategorien)

Expositionsszenario, das ein breites Spektrum von Verfahren oder Verwendungen abdeckt.

Verwendung

Verarbeiten, Formulieren, Verbrauchen, Lagern, Bereithalten, Behandeln, Abfüllen in Behältnisse, Umfüllen von einem Behältnis in ein anderes. Mischen, Herstellen eines Erzeugnisses oder jeder andere Gebrauch.

  • angegebene Verwendung Verwendung eines Stoffes als solcher, in einer Zubereitung bzw. Verwendung einer Zubereitung, die durch ein nachgeschaltetes Glied der Lieferkette (einschließlich der eigenen Verwendung) beabsichtigt ist oder die ihm schriftlich von einem anderen nachgeschalteten Anwender angegeben wird und im, den betreffenden nachgeschalteten Anwender, übermittelten Stoffsicherheitsbericht erfasst ist.
  • identifizierte Verwendung Verwendung eines Stoffes als solcher, in einer Zubereitung bzw. Verwendung einer Zubereitung, die ein Akteur der Lieferkette (auch zur eigenen Verwendung) beabsichtigt oder die ihm schriftlich von einem unmittelbar nachgeschalteten Anwender mitgeteilt wird.
  • unerwünschte Verwendung Verwendung durch einen nachgeschalteten Anwender, von der der Registrierungspflichtige abrät.

vPvB (Substances that are potentially very persistant and very bio-accumulative)

Stoffe, die nicht als toxisch bekannt (bzw. auch noch nicht darauf untersucht), aber besonders persistent und stark bioakkumulierend sind.

Waiving

Auslassung von Tests.

Zubereitung

Veraltet – siehe Gemische

Zwischenprodukt

Stoff, der ausschließlich für die chemische Weiterverarbeitung hergestellt und verbraucht oder eingesetzt wird, um ihn in einen anderen Stoff umzuwandeln. Dabei gilt die folgende Unterteilung (als Synthese bezeichnet):

  • nicht isoliertes Zwischenprodukt
    Wird während der Synthese nicht vorsätzlich aus dem Gerät, in dem diese stattfindet, entfernt (mit Ausnahme von Stichproben)
  • standortinternes isoliertes Zwischenprodukt
    Erfüllt die Kriterien eines isolierten Zwischenprodukts nicht. Herstellung des Zwischenprodukts und Synthese eines anderen Stoffes / anderer Stoffe aus diesem Zwischenprodukt finden am selben Standort statt und werden von einer oder mehreren Rechtspersönlichkeiten durchgeführt
  • transportiertes isoliertes Zwischenprodukt
    Erfüllt die Kriterien eines isolierten Zwischenprodukts nicht. Wird an andere Standorte transportiert bzw. dorthin geliefert.

end faq

Zusätzliche Informationen